Mit neuen Handys, die bald allgemeiner Standard werden sollen, ist das mobile Bezahlen kein Problem mehr. „Near Field Communication“ heißt die innovative Technik, mit der man in Berlin auch schon mit der Bahn fahren kann.
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- Was NFC ist
- Wo NFC schon genutzt wird
- Welche Möglichkeiten es noch gibt
Bluetooth war gestern. Jetzt kommt NFC – Near Field Communication oder Nahfunktechnik. Die funktioniert nur, wenn man sein Handy ganz dicht über einen Empfänger hält oder sanft darüber streicht. Doch dann eröffnen sich durch die kontaktlose Übertragungstechnologie zahlreiche neue Möglichkeiten.
Der neue Zukunftstrend heißt „Near Field Communication“ (NFC).
In der Kantine der T-Labs in Berlin (Forschung der Telekom) können die Mitarbeiter an der Kasse schon mit ihrem Handy zahlen. Dort wie in der Zentrale der Telekom in Bonn ist das nichts Ungewöhnliches mehr – zunächst noch im Rahmen eines Probebetriebs. In die Handys integriert ist ein kleiner NFC-Chip, fast jeder Mobilfunkhersteller hat schon ein solches Gerät im Angebot.
Namhafte Hersteller
Hinter der Technologie stehen namhafte Firmen wie etwa der niederländische Elektronikkonzern Philips, der schwedische Hersteller Sony-Ericsson und der finnische Handyspezialist Nokia. Das Guthaben wird über eine Datenverbindung auf das Mobiltelefon gebucht. Die monatliche Abrechnung erfolgt über die Telefonrechnung. „Berührung ist eine intuitive und einfache Art, mit mobilen Geräten Verbindung herzustellen und zu kommunizieren“, kommentierte der Nokia-Chef.
Near Field Communication nutzt die RFID-Technologie
Bei NFC wird die kontaktlose RFID-Technologie (Radio Frequency Identification) in mobile Endgeräte integriert. Zum einen wird es dabei zur kontaktlosen Smartcard und tut so, als sei es ein RFID-Tag – Lesegeräte erkennen es deswegen als Transponder. Die zweite Anwendungsmöglichkeit: NFC-Geräte können Inhalte auch direkt vom RFID-Tag beziehen. Und drittens: Der Datenaustausch durch einfaches Aneinanderhalten der Geräte. So können neuartige Anwendungen realisiert werden, an die bisher nicht zu denken war, wie etwa Zahlungen von Handy zu Handy oder Informations-Services. So gibt es an österreichischen Unis Terminals, bei denen sich die Studenten mit dem Handy Stundenpläne, Menüvorschläge und News abholen können. Wer will, kann sich so auch Zutritt zu Hörsälen und Labors verschaffen. Das Handy wird so also auch zum Schlüssel.
Fahrkarte per Handy
Bis sich die kontaktlose Bezahltechnologie durchsetzt, dauert es noch etwas. Zwischen Berlin und Hannover erprobt die Deutsche Bahn die Technik bereits mit Partnern in dem Projekt „Touch & Travel“, in Potsdam und Berlin auch im Nah- und Regionalverkehr. Der Nutzer kann in die Züge einsteigen und losfahren, wenn er sein Handy zuvor kurz an einen Touchpoint mit integriertem RFID-Chip gehalten hat. Bezahlt wird das Ticket erst später über die Mobilfunkrechnung – abgerechnet wird immer zum besten Preis. Wäre eine Tageskarte am Ende des Tages billiger, wird auch nur dieser Betrag abgezogen.