Eine neue Generation kommt: Die „Millennials“, zu deutsch: die „Jahrtausender“. Sie sind mit Internet und mobiler Kommunikation aufgewachsen, technologieaffin und schleppen ihre Gewohnheiten und Geräte in die Unternehmen. Das schafft Sicherheitsprobleme.
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Millennials wollen auch im Beruf über Instant Messaging und Social Network-Plattformen wie Facebook kommunizieren. Mindestens jeder dritte Berufstätige im Alter zwischen 14 und 32 Jahren nutzt diese Kanäle für die Arbeit. Etwa jeder zweite davon tut es ohne Wissen seines Arbeitgebers. Das zeigt eine Studie des Technologie-Dienstleisters Accenture, für die 570 repräsentativ ausgewählte Personen in ganz Deutschland befragt wurden.
Vernetzt in sozialen Plattformen
Diese Generation wird „Millennials“ genannt. Anderswo heißen diese Menschen des Internet-Zeitalters „Digital Natives“. „Ein Digital Native lebt und arbeitet“, so heißt es in Berichten aus dieser Welt, „ganz selbstverständlich vernetzt im Internet mit sozialen Austausch-Plattformen wie Wikipedia, YouTube, My Space, Facebook oder StudiVZ“.
Diese junge, internetaffine Altersgruppe ist den neuesten Techniken und Kommunikationsmitteln gegenüber sehr aufgeschlossen – deutlich stärker als die Unternehmen selbst, in denen sie jetzt allmählich anfangen zu arbeiten. „Sie wollen sich nicht vorschreiben lassen, womit sie zu arbeiten haben“, heißt es in der Studie.
Die Hälfte der jungen Berufstätigen arbeitet mit Handys und Smartphones (51 Prozent). Vier von zehn dieser Geräte werden allerdings nicht von der IT-Abteilung ihres Arbeitgebers unterstützt (41 Prozent). Sie bringen die Technologie ins Unternehmen mit, die sie auch privat überzeugt. Dazu zählen Open Source-Programme und webbasierte Textverarbeitung wie Google Docs. 39 Prozent der befragten Berufstätigen arbeiten damit.
Acht von zehn Schülern und Studenten erwarten, im Beruf einen Computer und Programme eigener Wahl verwenden zu können. Jedoch: Nur 34 Prozent der berufstätigen Millennials haben im Job tatsächlich diese Freiheit.
Hohe Ansprüche mit Sicherheitstücken
Für Unternehmen bergen solche Ansprüche auch Sicherheitsrisiken, etwa durch die Verbreitung von geschäftsrelevanten Informationen in Social Networks und Wikis. Jeder fünfte Befragte weiß nicht, ob sein Arbeitgeber es erlaubt, Informationen über Kunden auf Seiten wie Facebook oder in Wikis zu verwenden. Jeder zehnte hält sich nicht an ein vorhandenes Verbot. In einem von drei Unternehmen fehlen entsprechende Richtlinien für Mitarbeiter ganz.
Der Umgang der Millennials mit Technologie sorgt aber auch dafür, dass Unternehmen mehr Interaktionen und Prozesse internetbasiert und in Echtzeit abwickeln werden. Denn berufstätige Millennials schätzen, dass sich fast zwei Drittel aller Interaktionen mit Kunden webbasiert und automatisiert abbilden lassen (56 Prozent). Sie werden deshalb den Wandel hin zu einer flexibleren und internet-orientierten IT vorantreiben und damit die Unternehmen sowohl als Mitarbeiter als auch als Kunden und Geschäftspartner herausfordern.
Unternehmen sollten den Mitarbeitern entgegenkommen, indem sie Instant Messaging, Wikis und Netmeetings von sich aus anbieten, so die Accenture-Studie. Sie riskieren sonst, den Nachwuchs zu vergraulen, sollten sie dessen Erwartungen enttäuschen. Ganze 65 Prozent der befragten Schüler und Studenten sagen nämlich, für die Wahl ihres Arbeitgebers sei entscheidend, dass er ihnen State-of-the-art-Technik zur Verfügung stellt.