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Umweltfreundlichkeit ist bei drom fragrances Teil der Firmenkultur

Für drom fragrances, einem der zehn größten Duftstoffhersteller der Welt, ist Umweltfreundlichkeit Teil der Unternehmenskultur. Wie es dem Unternehmen gelingt, die IT grüner zu gestalten, erläutert Stephan Krischke, Senior System Analyst bei drom, hier im Interview.

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  • Wie drom Fragrances Umweltschutz lebt
  • Wie die IT-Landschaft zum Umweltschutz beiträgt
Herr Krischke, der Firmensitz von drom liegt ganz idyllisch inmitten von Feldern und Wiesen im oberbayerischen Baierbrunn. Gleichzeitig beschäftigt sich Ihre EDV schon seit Jahren damit, die IT des Unternehmens grüner zu gestalten. Gibt es von Seiten des Managements Vorgaben, an die Sie sich halten müssen?
Stephan Krischke: Nein, offizielle Richtlinien gibt es keine. Bei drom wird die Umweltfreundlichkeit nicht verordnet, sondern gehört zur Firmenkultur. Wir werden zum Beispiel angehalten, sorgfältig mit den Ressourcen umzugehen, beim Wasser- und Stromverbrauch zu sparen und abends immer Computer, Bildschirme und Drucker auszuschalten. Die Produktionshallen, in denen unsere Duftstoffe gemischt werden, werden per Dampf gereinigt und Flaschen aus der Kantine selbstverständlich recycled. Neuerdings haben wir auf unseren Firmendächern auch Solaranlagen installiert. Wir konsumieren nicht nur Strom, sondern produzieren auch welchen.
Wie trägt die EDV dazu bei, die IT-Landschaft möglichst umweltfreundlich zu gestalten?
Stephan Krischke: Das fängt damit an, dass wir unsere Hardware in regelmäßigen Abständen austauschen. Neue Server verbrauchen beispielsweise weniger Strom als die alten und die verbesserte Technik bringt mehr Leistung, so dass wir bei der Anzahl der Geräte sparen können. Wir achten darauf, besonders energieeffiziente Geräte auszusuchen, in denen umweltschonende Materialien verarbeitet werden.
Sie haben vor zwei Jahren damit begonnen, Ihre Serverlandschaft zu Virtualisieren. Hat dieses Projekt nachhaltig geholfen, Ressourcen zu sparen?
Stephan Krischke: Ja, denn Server-Virtualisierung spart unheimlich viel Energie, weil man die Hardware viel konzentrierter einsetzen und die Ressourcen der Server somit effektiver nutzen kann. Kein Server steht mehr untätig in der Gegend herum, man spart Stellfläche und Energie für Berieb und Kühlung. Wir haben mithilfe von virtualisierten Systemen die Zahl unserer Server-Hardware in den letzten beiden Jahren halbiert und denken gerade darüber nach, die ganze Landschaft in ein Rechenzentrum umzuziehen.
Was versprechen Sie sich von dem Umzug?
Stephan Krischke: Nun, ökologisch gesehen, könnten wir dadurch die Ressourcen nutzen, die in einem Rechenzentrum ohnehin vorhanden sind und in unseren Serverräumen etliche Klimaanlagen abschalten. Wollten wir unsere Serverräume vernünftig ausrüsten, mit entsprechender Klimaanlagetechnik, Isolierung, Internet- und Netzwerkleitungen etc., müssten wir Zehntausende von Euro in die Hand nehmen. So müssen wir zwar für Umzug und Service im RZ investieren, sparen aber auf lange Sicht gesehen bei der Aufrüstung der Serverräume, sowie der Administrationszeit.
Haben Sie denn auch Ihre Storage-Landschaft virtualisiert?
Stephan Krischke: Nein, aber wir haben unsere Speicherlandschaft mithilfe der hochspezialisierten Speichernetzwerke von NetApp konsolidiert. Das heißt, alle unsere Daten, wie Datenbanken, Dokumente oder Präsentationen werden auf einem SAN (Storage Area Network) gespeichert. Man muss sich das wie einen riesengroßen Kasten vorstellen, in dem etliche Festplatten liegen. Über Fibre Channel und iSCSI werden die Platten dann an die Server angebunden, die selber nur noch über Systemfestplatten verfügen. Auch diese Konsolidierung hat unsere IT verschlankt, was sich wiederum auf Energieverbrauch und Stromkosten auswirkt. Mit diesem Projekt haben wir bereits vor drei Jahren begonnen, waren also Frühstarter verglichen mit anderen Unternehmen unserer Größe.
Frühstarter waren Sie auch im Bereich Telekommunikation. Was haben Sie hier getan und wie kommt das der Umwelt zu Gute?
Stephan Krischke: Wir sorgen dafür, dass unsere Mitarbeiter nicht mehr so viel reisen müssen, sondern bequem und von ihrem Schreibtisch aus mit den Kollegen in aller Welt kommunizieren können. Zum Beispiel hat uns T-Systems dabei unterstützt, eine weltweite Telefonanlage mit einheitlichen Rufnummern einzuführen und ein modernes mobiles Videokonferenzsystem von Tandberg. Jetzt können sich unsere Mitarbeiter aus Hong Kong, Sydney, New York oder Paris an einen Tisch setzen und beratschlagen, ohne dafür rund um die Welt reisen zu müssen.
Und welche Pläne haben Sie für die Zukunft?
Stephan Krischke: Aktuell haben wir in Zusammenarbeit mit Ricoh eine Druckeranalyse durchgeführt und festgestellt, dass wir nur noch die Hälfte unserer Drucker brauchen, wenn wir sie zentralisieren und so postieren, dass sie für die Mitarbeiter besser zugänglich sind. Drucker sind wahre Energieschleudern und verbrauchen Unmengen an Materialien wie Toner und Papier. Da können wir eine Menge Kosten sparen und die Umwelt freut sich auch.
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