Laptop auf dem Schreibtisch, daneben gesundes Essen

Der Homeoffice Ratgeber der Telekom

Gesund ernähren im Homeoffice

Gesunde Ernährung

In der vierten Episode des HomeOffice Ratgebers haben wir mit Koch Klaus Velten zum Thema „Gesund ernähren im Homeoffice“ gesprochen. Klaus gibt Tipps, wie Sie sich gesund und abwechslungsreich im Homeoffice ernähren können und zudem noch Zeit sparen. 

Das Experteninterview zum Nachlesen

Das Thema der vierten Episode des HomeOffice Ratgebers lautet „Gesund ernähren im Homeoffice“. Sven Giebler, Moderator und Digitalberater, hat dazu Klaus Velten interviewt.

Klaus ist TV- und Event-Koch sowie geschäftsführender Gesellschafter der Kochateliers, welches er 2008 zusammen mit seinem Geschäftspartner Christoph Dubois gegründet hat. Mittlerweile gibt es in Deutschland verteilt fünf Kochschulen, die für Kunden wie die Telekom diverse Kochevents wie kleine Teambuilding-Events oder große Küchenparties veranstalten.

Gesunde Ernährung im Homeoffice fängt natürlich schon beim richtigem Wocheneinkauf an. Für Klaus steht jedoch an erster Stelle, dass gute Lebensmittel wieder einen höheren Stellenwert bei uns haben.

“Also erstmal finde ich es ganz, ganz wichtig, dass wir ein bisschen mehr Wertschätzung den Lebensmitteln gegenüber bringen wieder. Dass wir auch wirklich darauf achten: Was koche ich zuerst, wenn ich dann eingekauft habe und was [...] ist zum Beispiel ein bisschen länger lagerbar? Also ich sage jetzt mal der Blattsalat ist natürlich schneller schlecht als der Selleriekopf. Dementsprechend solltest du auch so deine Woche gestalten, dass du ein bisschen schaust: Was muss zuerst weg, was muss zuerst gekocht werden? Was kann ich so ein bisschen nach hinten schieben auch? Und dementsprechend kannst du vorangehen.”

Mit knurrendem Magen und vom Heißhunger getrieben einkaufen zu gehen, ist keine gute Idee. Daher ist es auch wichtig, sich vor dem Einkauf einen klaren Plan zu machen.

“Was möchte ich denn überhaupt diese Woche kochen? Weil, so in den Supermarkt reinzugehen ohne Plan und dann einfach irgendwie sagen, ja, der Hunger wird mich schon treiben, ist meistens sehr schlecht. Weil man dann wirklich völligen Quatsch einkauft. Also schon ganz, ganz klar strukturieren: Was möchte ich die Woche essen? Worauf habe ich Hunger? Wie möchte ich mich ernähren? Und tja - dann halt beim Einkaufen die ganzen Fertigprodukte weglassen, das ganze Ramschzeug weglassen, Geschmacksverstärker weglassen, frische Sachen kaufen und dann kann nix passieren.”          

Damit man im Homeoffice leistungsfähig und konzentriert bleibt, sollte man vor dem Einkauf schon die richtigen Rezepte auswählen. Für Klaus ist besonders wichtig auch Abwechslung in den Alltag reinzubringen.

“Gerade, weil wir ja nun mal jetzt viel, viel mehr zuhause sind, ist es einfach wichtig, dass du dann gerade im Kulinarischen dann absoluten Wechsel auch reinbringst. Also, dass du wirklich was Fischiges machst, was Fleischiges, was Vegetarisches - sofern du Fisch und Fleisch isst natürlich. Man kann auch nur vegetarisch oder nur vegan sich ernähren, gar keine Frage. Auch dort ist es einfach wichtig, die Abwechslung reinzubringen. Also du kannst nicht diese drei Standardgerichte haben, das langweilt dich eigentlich nur.”

Bei aufwendigen Sachen wie z.B. Rinderrouladen empfiehlt Klaus größere Mengen zu kochen und in kleineren Dosen einzufrieren.

“Dass ich mal an einem Tag, wo ich wenig Zeit habe, einfach mich aus dem Tiefkühler, mal aber mit gesunden Produkten, ernähren kann. Nicht mit irgendeinem Fertigramschfood, sondern mit Sachen, die ich selber gezaubert hab, wo ich vielleicht lecker noch einen Salat, lecker noch ein Kartoffelpüree zu zaubere und fertig.”               

Besonders gut zum Vorkochen eignen sich Suppen, weil es auch hier einfach ist größere Mengen zu kochen und portionsweise einzufrieren.

“Also, was bei mir zum Beispiel im Tiefkühler immer zu finden ist, ist Suppen in allen möglichen Varianten. Also es ist von der asiatischen Suppe bis zur klassischen Tomatensuppe bis zur Kürbissuppe und so weiter. Du hast da einfach, finde ich, eine ganz, ganz tolle Sache, wo du mittags - du hast eine warme Sache, die du jetzt gerade im Winter gebrauchen kannst für den Körper. Du kannst da lecker noch - von Würstchen bis, ein Stück Fleisch hast du noch vom Vorabend übrig, oder einfach Croutons oder ein paar geröstete Nüsse, was du als Einlage rein machst, da bist du bei einer Suppe ja wirklich flexibel.”

Zudem eignen sich Suppen auch hervorragend als Basis für weitere Gerichte.

“So, und wenn du mal deine [...] Tomatensuppe gemacht hast, die kannst du auch ohne Probleme umfunktionieren. Wenn du sagst: Mensch, heute Mittag hab ich kein Bock auf Suppe, ich will mir lieber ein paar Nudeln kochen und hast schon eine fertige Soße und schmeißt dann nur noch paar leckere Zutaten mit dazu.”

Wir wollten wissen, auf welche Kost man denn konkret im Homeoffice setzen und was man lieber weglassen sollte. Hier stehen natürlich immer wieder Fertiggerichte im Fokus.

Koch schaut ins Bild
Klaus Velten, TV- und Event-Koch, Geschäftsführer Kochateliers

Klaus Velten ist als bekannter Koch regelmäßig im deutschen Fernsehen zu sehen. Zudem betreibt er mit seinem Partner Christoph Dubois fünf Kochateliers in Bonn und Umgebung, in denen er neben Kochkursen auch Teamevents für Firmen, sowie Teambuilding-Veranstaltungen anbietet.

“Also, ich bin überhaupt kein Moralapostel, der da immer sagt: Menschenskinder, bloß nichts Fertiges oder was, darum geht’s mir gar nicht. Ich sehe halt immer nur den Sinn in einer Fertigpizza beispielsweise nicht. Wenn du jetzt sagst, du hast Bock auf eine Pizza, was ich auch total gerne mache, gerade mit meiner Tochter, und du musst ja jetzt, wenn du Homeoffice hast, und den ganzen Tag zu Hause bist, musst du ja dir drei Highlights des Tages schaffen. Also Frühstück, Mittag und Abendessen. Das müssen deine Highlights sein! Das ist echt – also für mich ist das lebensnotwendig. Dann, wenn du Bock hast auf eine Pizza, dann mach dir gefälligst diese Pizza selber, weil - selbstgemachter Pizzateig ist tausendmal schneller gemacht, als wenn du zum Supermarkt fährst und dir so eine komische Fertigpizza kaufst. Daher: Traut euch ran, kocht die Sachen frisch und macht auch Sachen, wo ihr Bock drauf habt! Und wenn es mal das halbe Hähnchen ist, was du einfach nur im Ofen schmoren lässt und dazu Salat oder eine Brezel isst, weil du Bock hast, irgendwie das bayrische Gefühl irgendwie nochmal so zu kriegen, im Biergarten zu sitzen, so Weißbier dazu und auch das kann man mal, zugegeben - vielleicht nicht mittags, wenn du dann noch Homeoffice hast. Aber wichtig ist einfach: Mach, wo du Hunger drauf hast. Aber halt eben frische Sachen. Und guck, dass du nicht so viel Ramschfood nebenbei isst – Gummibärchen, Chips und wo man sich dann alles immer so zu hinreißen lässt.”

Powerfoods wie Granatäpfel, Blaubeeren, Rotkohl und Ingwer lassen sich toll verarbeiten und man sollte sich auch ruhig mal rantrauen. Allerdings sagt Klaus:

“Ist aber jetzt für mich gar nicht so das Wichtigste, [...] wo ich drauf achte, wenn ich einkaufen gehe, dass ich da auf jeden Fall 5 Powerfoods im Einkaufswagen habe. Wie gesagt, kannst du verwenden, ist jetzt aber nicht, wo ich jetzt sage: „Mensch, hurra, dadurch wirst du jetzt länger leben“.                          

Wenn dann im Homeoffice doch mal der kleine Hunger zwischendurch kommt, rät Klaus nicht zu den verführerischen Dingen wie Chips und Co zu greifen.

“Die machen dich halt träge, deshalb [...] mach dir Anfang der Woche [...] einen Dipp. Geh hin, nimm ein bisschen Frischkäse, nimm was Quark oder saure Sahne. Rühre dir das mit Salz, Pfeffer und ein paar Kräutern an und das kannst du perfekt die ganze Woche in der verschlossenen Dose im Kühlschrank lagern. Und wenn du dann am Tag ein bisschen Hunger hast, hol dir den Löffel raus, schneide dir eine Karotte, schneide dir von mir aus auch mal so eine kleine Brezel oder was. Aber, dadurch hast du wenigstens was Vernünftiges. Also, es soll ein bisschen ausgewogen sein. Iss ein paar Trauben dazu. Also mache dir so einen kleinen gesunden Schlachtteller.

Während der Homeoffice-Zeit kocht Klaus mit seiner Familie zuhause am liebsten Schmorgerichte wie Rinderrouladen oder Kalbsbäckchen. Da die Gerichte teilweise auch sehr aufwendig sind, kocht er auch hier in größeren Mengen. Schmorgerichte lassen sich perfekt einfrieren und so hat die Familie bis auf die Beilagen ein paar Abendessen schon fertig gekocht.                                             

Abschließend hat Klaus uns noch folgende Tipps zum Thema „Gesunde Ernährung im Homeoffice“ mitgegeben:

“Auf jeden Fall ist mein größter Tipp von allen, ist: mehr Zeit fürs Kochen nehmen. Ich sage das ja allen immer, zu mir kommen sie immer alle und sagen: „Gib mir mal ein schnelles Rezept“. Da sage ich immer: „Spar dir einfach mal ein bisschen Zeit, was du auf Instagram, Facebook und bild.de und wie die ganzen Seiten alle heißen, verplemperst am Tag. Und stattdessen kochst du einfach mal eine halbe Stunde mehr“. Denn wirklich - unser Körper ist unser Kapital und du kannst nicht [...] Schrott reingeben und Leistungen erwarten. Wir müssen uns vernünftig ernähren. Deshalb mein Haupttipp [...]: Nehmt euch bitte, bitte, bitte mehr Zeit fürs Kochen!”

Danke an Klaus für die wertvollen und geschmackvollen Tipps rund um das Thema gesunde Ernährung im Homeoffice.

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