Mann im Homeoffice mit Unterlagen in der Hand

Der Homeoffice Ratgeber der Telekom

Förderung im Homeoffice

Förderung im Homeoffice

In der siebten Episode haben wir Christoph Schulz zum Thema „Förderung im Homeoffice“ interviewt. Hier können Sie nachhören, welche Förderprogramme für Digitalisierungsprojekte es in Deutschland gibt und wie die Telekom sie dabei unterstützen kann.

Das Experteninterview zum Nachlesen

In der siebten Episode des HomeOffice Ratgebers der Telekom geht es um das Thema „Förderung im Homeoffice“. Sven Giebler, Moderator und Digitalexperte, hat dazu Christoph Schulz interviewt.

Christoph ist Leiter Digitalisierung Vertrieb KMU bei der Telekom. Er unterstützt kleine und mittlere Unternehmen dabei, ihre Digitalisierungsprojekte in die Tat umzusetzen. Er verkauft die dazugehörigen Komponenten wie Hardware und Software und berät die Kunden dabei, wie sie über staatliche Förderprogramme einen Zuschuss für ihr Digitalisierungsprojekt bekommen können.

In Deutschland gibt es für die Digitalisierung von Unternehmen eine Vielzahl an Förderprogrammen. Christoph verrät uns, dass diese Programme sehr verschieden sind.

„Es gibt Förderprogramme, die Zuschüsse geben. Es gibt Förderprogramme, die Darlehen geben an die Unternehmen. Die beiden wichtigsten, die ich an der Stelle hervorheben kann, sind die bundesweiten Programme Digital Jetzt und go-digital. go-digital ist ein Förderprogramm, welches Beratungsleistungen fördert. Das heißt, wenn ein kleines Unternehmen ein Beratungsunternehmen beauftragen möchte mit Beratungen rund um IT, Digitalisierung und so weiter, dann hat das Unternehmen die Möglichkeit, sich bis zu 20 Beratertage mit dem Förderprogramm, also quasi mit dem Staat, dann zu teilen. Das heißt, da gibt es an der Stelle einen Zuschuss von umgerechnet bis zu 16.500 Euro. Das Zwillingsprogramm heißt Digital Jetzt und Digital Jetzt gibt Investitionskosten- Zuschüsse. Das heißt, hier werden ganz konkrete Investitionen, sei es Hardware Investitionen, Investitionen in künstliche Intelligenz, ERP-Systeme, CRM-Systeme und so weiter mit einem Zuschuss gefördert und der Zuschuss, der kann an der Stelle bis zu 50.000 Euro betragen pro Unternehmen – in manchen Einzelfällen sogar noch mehr.“

Zusätzlich zum Bund bieten die Länder auch eigene Förderprogramme an.

„Die sind sehr ähnlich, fördern auch Beratungsleistungen und auch Investitionen in die Digitalisierung. Jedes, also nahezu jedes Bundesland, hat ein Programm wie zum Beispiel Digitalbonus Bayern oder auch in Berlin gibt es Programme, Digitalbonus Thüringen und so weiter. In Hessen, was ja auch für viele besonders interessant ist, gab es im letzten Jahr den Digitalzuschuss von der WIBank. Da wurden auch Unternehmen gefördert, die im Bereich der Digitalisierung investieren. Das ist gelaufen bis zum September 2020. Das ist aktuell, also wir haben Mitte Februar, nicht aktiv, aber wir hoffen genauso wie unsere Kunden, dass es natürlich auch in 2021 von der WIBank nochmal reaktiviert wird und dann auch Hessen wieder ein landesweites Förderprogramm für Digitalisierung hat.“

Im Bereich Homeoffice gibt es aktuell jedoch keine expliziten Förderprogramme, um den Arbeitsplatz zuhause einzurichten.

„[…] Das ist ein kniffliges Thema, weil normale Hardware-Investitionen, wie zum Beispiel ein Computer oder ein Bildschirm, in der Regel nicht förderfähig sind.“, sagt Christoph. „Die werden in der Regel sehr explizit ausgeschlossen. Da kommt es dann häufig darauf an, wie man das darstellt. Ist jetzt zum Beispiel ein neuer PC Teil einer Prozesskette, die die gesamte Wertschöpfung des Unternehmens verbessern soll? Dann wäre dieser Hardware Bestandteil an der Stelle förderfähig oder könnte förderfähig sein. Am Ende entscheiden das die Fördergeber und nicht wir als Deutsche Telekom. Aber grundsätzlich, wenn man es einfach nur als reine Hardware-Investition angibt, dann stehen die Chancen leider sehr hoch, dass es abgelehnt wird.“

In einigen Ländern gibt es allerdings Ausnahmen. 

„In Niedersachsen zum Beispiel werden Homeoffice-Arbeitsplätze explizit gefördert. Es gibt auch spezielle Programme wie Neustart Kultur, wo die Digitalisierung in Buchhandlungen gefördert wird. Da sind Homeoffice-Arbeitsplätze auch förderfähig. Aber in der Regel ist es ein etwas schwieriges Thema. An der Stelle bieten wir immer unsere Beratung an, um wirklich genau zu schauen, wie die Arbeitsplätze eingesetzt werden, wo der Prozessbezug da ist beim Unternehmen und […] wie man das Projekt auch aufsetzen kann, gestalten kann, um die Förderchancen natürlich an der Stelle zu maximieren.“

Christoph Schulz, Leiter Digitalisierung Vertrieb KMU

Christoph Schulz unterstütz gemeinsam mit seinem Team kleine und mittlere Unternehmen dabei, ihre digitalen Visionen in die Tat umzusetzen. Auch die individuelle Beratung zu Förderprogrammen spielt hier eine und zentrale Rolle. Die wichtigsten Fragen dazu beantwortet Christoph im Podcast.

Von den Förderprogrammen von Bund und Ländern sind öffentliche Institutionen wie Schulen, städtische Kindergärten, Städte oder die Kommunen selbst in der Regel ausgeschlossen.

„Die sind in der Regel ausgeschlossen, weil natürlich die Förderungen hauptsächlich kleinen und mittleren Unternehmen zugutekommen sollen. Außerdem nicht förderfähig, ja, klassische Routineinvestitionen: mal ein neuer Bildschirm, mal ein neuer Drucker - das ist auch nicht förderfähig, das heißt es muss schon ein Prozessbezug her, wie das Unternehmen seine Geschäftsprozesse mit digitalen Lösungen verbessern möchte, beschleunigen möchte, vereinfachen möchte, um dann wirklich aufzeigen zu können, wie sich dadurch die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens dann auch erhöht. Weil der Staat möchte natürlich immer auch einen „Return on Invest“ sehen. Das heißt, dass das Unternehmen natürlich mit diesen neuen digitalen Lösungen am Markt natürlich erfolgreicher agiert.“

Unternehmen können Förderungen über Portale beantragen, die eigens für Programme wie Digital jetzt eingerichtet wurden.

„Da kann man drauf gehen, da kann man sich einloggen, einen Account anlegen für sich und für sein Unternehmen. Da gibt man dann alle relevanten Daten an: Unternehmen, Mitarbeiterzahl, Branche, Handelsregisternummer und so weiter. Man hat die Möglichkeit, das Projekt zu beschreiben, Anlagen hochzuladen, wie zum Beispiel Angebote von professionellen Anbietern. Und da hat man dann die Möglichkeit, einen Förderantrag zu stellen.“

Man sollte laut Christoph jedoch unbedingt beachten, dass „man erst den Förderantrag stellen [muss] und dann die Bewilligung bekommen [kann], bevor man überhaupt einen Auftrag geben kann bei einem Technologieunternehmen. Das heißt, eine rückwirkende Förderung ist an der Stelle nicht möglich. Also wenn man einmal schon mal was beauftragt hat, hat man keine Chance mehr, eine Förderung zu bekommen. Das heißt, das muss man, muss man vorher beantragen die Förderung und natürlich auch ein bisschen Geduld mitbringen.“

Aus eigener Erfahrung kann Christoph sagen, dass die Portale sehr benutzerfreundlich sind. 

„Also, da muss man sagen, haben die Bundesländer, auch der Bund schon stark zugelegt und auch selber  […] gute digitale Lösungen geschaffen, um diese Prozesse digital abzubilden. Und ja, wenn man sich mal etwas damit beschäftigt hat, sich mal durchgeklickt hat, dann kommen einen diese Tools, diese Fragebögen eigentlich schon nach einer kurzen Weile sehr bekannt vor.“

Die Telekom unterstützt bei Förderanträgen und berät die Kunden, wie sie sich den maximalen Zuschuss sichern können.

„[…] wir möchten natürlich kleine und mittlere Unternehmen, unsere Kunden, dabei unterstützen, ihre digitalen Visionen in die Tat umzusetzen und natürlich die Förderprogramme an der Stelle auch zu nutzen für ihre Projekte und die Zuschüsse sich zu sichern. Und da beraten wir unsere Kunden persönlich. Wir haben auch als erste Anlaufstelle einen Fördermittel Quick Check auf unserer Website hinterlegt. Den findet man, wenn man auf geschäftskunden.telekom.de geht. Da wird man so die wichtigsten Parameter abgefragt, kann man eingeben und bekommt sofort eine erste Einschätzung, welches Förderprogramm für das Unternehmen und auch für das Projekt eventuell passen könnte. Und auf der Basis kann man sich dann gut darüber unterhalten. Da sind wir dann natürlich gerne bereit, dann auch persönlich zu beraten, wie man das Projekt aufsetzen kann, um natürlich dann die die Förderchancen zu maximieren. Weil - wer will sich denn nicht den maximalen staatlichen Zuschuss sichern für sein Digitalisierungsprojekt?

Danke an Christoph für diese spannenden Einblicke in das Thema „Förderung im Homeoffice“.

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