prodot

Was hat Segeln mit dem Führen einer Firma zu tun? Und was machen, wenn man das Eine wegen dem Anderen nicht tun kann? Ein offenes Gespräch über unternehmerischen Erfolg, die Illusion von Freiheit und den Wert von Freundschaft.

Was hat Segeln mit dem Führen einer Firma zu tun? Und was machen, wenn man das Eine wegen dem Anderen nicht tun kann? Ein offenes Gespräch über unternehmerischen Erfolg, die Illusion von Freiheit und den Wert von Freundschaft.



Der Mann und das Meer – aus dem Duisburger Innenhafen in die Welt
 

Oktober 2018 irgendwo vor der englischen Küste: Pascal Kremmers sitzt bei zugezogenen Vorhängen und lediglich ausgerüstet mit Bleistift, Lineal, Stoppuhr und Karte unter Deck einer Segelyacht und manövriert seine Crew zu einer mehrere Meilen entfernten gelben Boje, deren Position er vorab genannt bekommen hat. Die „blinde“ Navigation gelingt auf Anhieb. Die Belohnung für das geglückte Manöver und die lernintensiven Tage zuvor ist der Yachtmaster der Royal Yachting Association – einer der renommiertesten Segelscheine der Welt. Für den Gründer und Geschäftsführer des Duisburger IT- und Softwareunternehmens prodot nicht nur ein tolles Erlebnis, sondern auch eine wichtige Erkenntnis für sein Berufsleben: Du hast alles in der Hand und unter Kontrolle! Im Interview erzählt uns der leidenschaftliche Segler mit erstaunlicher Offenheit, warum das nicht immer so war und wie die enge Freundschaft mit seinem Co-Gründer und Co-Geschäftsführer Mischa Hüschen die Firma bis heute prägt und Kremmers dabei half, auch in einer persönlichen Krise weiterzumachen.

Herr Kremmers, was hat das Segeln mit einer eigenen Crew mit dem Führen einer Firma zu tun?

Pascal Kremmers: Sowohl beim Segeln als auch als Chef eines Unternehmens muss man einfach Antworten auf ganz ähnliche Fragen finden. Da ist nämlich nicht nur die Frage nach dem Ziel, auch wenn die natürlich elementar ist, sondern da stecken noch viel mehr Analogien drin: Wie führe ich meine Leute? Wie gehen wir miteinander um? Wie sehr muss ich mich um jeden Einzelnen kümmern? Schlussendlich musst du in beiden Fällen einen guten Weg finden, wie du im Wind bleibst und gleichzeitig in sicherem Fahrwasser.

Ihr Unternehmen prodot führen Sie jetzt gemeinsam mit Mischa Hüschen sehr erfolgreich seit mehr als 20 Jahren. Wie kam es dazu?

Bereits während der Schulzeit besorgte ich mir einen Gewerbeschein, um Computer-Hardware zusammenschrauben und verkaufen zu können. Nach dem Abitur und Zivildienst begann ich mein Wirtschaftsinformatik-Studium in Essen. In der ersten Vorlesung saß Mischa, den ich eigentlich nur über Freunde vom Sehen her kannte, in einem Vorlesungssaal mit 500 Studierenden direkt vor mir. Ab da waren wir ein Team – er das technische Brain und ich der Vertriebs- und Marketing-Typ. Während einer Fahrt zur Uni entstand auch der Entschluss, gemeinsam etwas auf die Beine zu stellen – sozusagen den Vorläufer von prodot. Das war Ende der 1990er Jahre. Anfang 2000 hatten wir dann einen Termin bei der Telekom, um uns vorzustellen und ein Angebot für ein großes Webportal abzugeben. Wir durften tatsächlich als 23-jährige Studenten ein Telekom Leuchtturmprojekt mitentwickeln und konnten dabei richtig viel lernen. Mit diesem Aufwind im Rücken haben wir uns gesagt: Lass uns eine Company gründen, die sich mit .NET Softwareentwicklung beschäftigt. Das war die Geburtsstunde von prodot.

Was von der prodot von vor 20 Jahren findet man heute noch in Ihrem Unternehmen?

Was in jedem Fall noch da ist und sogar noch ausgeprägter als damals: die Freundschaft zwischen Mischa und mir. Wir haben die Company zusammen gegründet und kennen nicht nur unsere Stärken und Schwächen, sondern akzeptieren sie auch. Angeblich fühlt man auch noch ein wenig den Start-up Spirit von damals, wahrscheinlich weil wir sehr nahbar sind und noch versuchen, mit allen Mitarbeitenden eine persönliche Beziehung zu pflegen. Wir haben eben auch nie so richtig in einer typischen Company gearbeitet, sondern sind überzeugte Unternehmer geworden, bevor wir unsere Abschlüsse in den Händen hielten. Autoritäre Führung oder starre Strukturen wird man bei uns nicht finden.

Das klingt nach viel Freiheit für Ihre Mitarbeitenden und Ihnen. War das auch ein Grund dafür, warum Sie Unternehmer geworden sind?

Viel Freiheit – ja, das ist natürlich die Idealvorstellung, mit der auch ich in die Selbständigkeit gestartet bin. Aber die Realität sieht wie so oft ganz anders aus. Du hast ja permanent Projekte, die dich fordern. Die Anforderungen an deine Mitarbeitenden und dich selbst werden immer höher. Und vor zehn Jahren hatte ich ehrlicherweise auch eine Phase, wo ich am liebsten alles hingeschmissen hätte. Da bin ich vollkommen fertig nach Hause gekommen und habe gesagt: Ich will das nicht mehr. Ich will nicht nur noch Sklave meines eigenen Ladens und meiner Kunden sein. Aber es war eben auch klar, dass ich da nicht einfach raus kann. Wir hatten laufende Verträge, die erfüllt werden mussten, und mehrere Dutzend Mitarbeitende, deren Job und persönliche Situation von meinen Entscheidungen abhingen. Und nicht zuletzt hatte ich mit Mischa einen Freund, mit dem ich die Verantwortung teilte, eine Firma zu führen. Der hat dann gesagt: Mach alles, was für dich gut ist und dir dabei hilft, wieder klarzukommen.

Sie scheinen diese Phase des Zweifels aber gut überstanden zu haben?

Das ist nun ja auch gut zehn Jahre her. Damals habe ich wirklich alles in Frage gestellt, weil ich gemerkt habe, dass die viele Zeit, die ich in die Firma investiere, dazu führt, dass ich nichts anderes mehr auf die Reihe bekomme und ich mich nicht mal mehr um meine Familie kümmern kann. Wir hatten zehn Jahre Aufbauarbeit in die Firma gesteckt, aber das hatte seinen Preis. Ein Beispiel: Ich liebe das Meer und habe schon immer von großen Segeltörns geträumt, aber anstatt den Atlantik zu überqueren oder mal durchs Mittelmeer zu kreuzen haben wir 2010 ein zugegebenermaßen wunderschönes Büro am Duisburger Innenhafen gemietet. Im Nachhinein fast ein wenig tragikomisch: Ich schaute jeden Tag aus einem besonderen Bürogebäude, das auch noch einem Katamaran ähnelt, aufs Wasser – von meinem Segelboot-Traum war ich zu dem Zeitpunkt aber weiter entfernt denn je. Es hat jedenfalls schon ein paar Jahre gedauert und vieler kleiner Schritte bedurft, um die Firma so umzubauen, dass sie uns mehr und mehr entlastet.

Lassen Sie uns darüber gleich weitersprechen und kurz zurückkommen zu prodot. Was machen Sie und Ihre heute 80 Mitarbeitenden?

Wir sind eine von wenigen Softwareentwicklungsfirmen, die sich hauptsächlich auf Microsoft-Plattformen spezialisiert haben, um so ganzheitlich, hochprofessionell und in vergleichsweise kurzer Zeit IT-Projekte konzeptionieren und realisieren zu können. Dafür setzen wir auf interdisziplinäre Teams bestehend aus Project Manager, Architect, Engineer, Tester und Designer und bringen Erfahrung aus zahlreichen erfolgreichen Projekten für international tätige Konzerne mit – angefangen bei der Telekom über den thyssenkrupp Konzern bis hin zu ALDI SÜD. Bereits 2012 haben wir auf der Suche nach neuen technischen Möglichkeiten Microsoft Azure für uns entdeckt und uns so viel Wissen angeeignet, dass wir von Microsoft gefragt worden sind, ob wir nicht die offizielle Azure Meetup Ruhrgebiet Community gründen und leiten wollen würden. Hauptsächlich entwickeln wir heute Unternehmenssoftware für unsere Kunden in der Cloud. Aber wir migrieren auch immer häufiger in die Jahre gekommene Altanwendungen, Produkte, Prozesse oder Kundenplattformen, die unseren Kunden helfen, digitaler zu werden.

Herr Kremmers, was hat das Segeln mit einer eigenen Crew mit dem Führen einer Firma zu tun?

Pascal Kremmers: Sowohl beim Segeln als auch als Chef eines Unternehmens muss man einfach Antworten auf ganz ähnliche Fragen finden. Da ist nämlich nicht nur die Frage nach dem Ziel, auch wenn die natürlich elementar ist, sondern da stecken noch viel mehr Analogien drin: Wie führe ich meine Leute? Wie gehen wir miteinander um? Wie sehr muss ich mich um jeden Einzelnen kümmern? Schlussendlich musst du in beiden Fällen einen guten Weg finden, wie du im Wind bleibst und gleichzeitig in sicherem Fahrwasser.

Ihr Unternehmen prodot führen Sie jetzt gemeinsam mit Mischa Hüschen sehr erfolgreich seit mehr als 20 Jahren. Wie kam es dazu?

Bereits während der Schulzeit besorgte ich mir einen Gewerbeschein, um Computer-Hardware zusammenschrauben und verkaufen zu können. Nach dem Abitur und Zivildienst begann ich mein Wirtschaftsinformatik-Studium in Essen. In der ersten Vorlesung saß Mischa, den ich eigentlich nur über Freunde vom Sehen her kannte, in einem Vorlesungssaal mit 500 Studierenden direkt vor mir. Ab da waren wir ein Team – er das technische Brain und ich der Vertriebs- und Marketing-Typ. Während einer Fahrt zur Uni entstand auch der Entschluss, gemeinsam etwas auf die Beine zu stellen – sozusagen den Vorläufer von prodot. Das war Ende der 1990er Jahre. Anfang 2000 hatten wir dann einen Termin bei der Telekom, um uns vorzustellen und ein Angebot für ein großes Webportal abzugeben. Wir durften tatsächlich als 23-jährige Studenten ein Telekom Leuchtturmprojekt mitentwickeln und konnten dabei richtig viel lernen. Mit diesem Aufwind im Rücken haben wir uns gesagt: Lass uns eine Company gründen, die sich mit .NET Softwareentwicklung beschäftigt. Das war die Geburtsstunde von prodot.

Was von der prodot von vor 20 Jahren findet man heute noch in Ihrem Unternehmen?

Was in jedem Fall noch da ist und sogar noch ausgeprägter als damals: die Freundschaft zwischen Mischa und mir. Wir haben die Company zusammen gegründet und kennen nicht nur unsere Stärken und Schwächen, sondern akzeptieren sie auch. Angeblich fühlt man auch noch ein wenig den Start-up Spirit von damals, wahrscheinlich weil wir sehr nahbar sind und noch versuchen, mit allen Mitarbeitenden eine persönliche Beziehung zu pflegen. Wir haben eben auch nie so richtig in einer typischen Company gearbeitet, sondern sind überzeugte Unternehmer geworden, bevor wir unsere Abschlüsse in den Händen hielten. Autoritäre Führung oder starre Strukturen wird man bei uns nicht finden.

Das klingt nach viel Freiheit für Ihre Mitarbeitenden und Ihnen. War das auch ein Grund dafür, warum Sie Unternehmer geworden sind?

Viel Freiheit – ja, das ist natürlich die Idealvorstellung, mit der auch ich in die Selbständigkeit gestartet bin. Aber die Realität sieht wie so oft ganz anders aus. Du hast ja permanent Projekte, die dich fordern. Die Anforderungen an deine Mitarbeitenden und dich selbst werden immer höher. Und vor zehn Jahren hatte ich ehrlicherweise auch eine Phase, wo ich am liebsten alles hingeschmissen hätte. Da bin ich vollkommen fertig nach Hause gekommen und habe gesagt: Ich will das nicht mehr. Ich will nicht nur noch Sklave meines eigenen Ladens und meiner Kunden sein. Aber es war eben auch klar, dass ich da nicht einfach raus kann. Wir hatten laufende Verträge, die erfüllt werden mussten, und mehrere Dutzend Mitarbeitende, deren Job und persönliche Situation von meinen Entscheidungen abhingen. Und nicht zuletzt hatte ich mit Mischa einen Freund, mit dem ich die Verantwortung teilte, eine Firma zu führen. Der hat dann gesagt: Mach alles, was für dich gut ist und dir dabei hilft, wieder klarzukommen.

Sie scheinen diese Phase des Zweifels aber gut überstanden zu haben?

Das ist nun ja auch gut zehn Jahre her. Damals habe ich wirklich alles in Frage gestellt, weil ich gemerkt habe, dass die viele Zeit, die ich in die Firma investiere, dazu führt, dass ich nichts anderes mehr auf die Reihe bekomme und ich mich nicht mal mehr um meine Familie kümmern kann. Wir hatten zehn Jahre Aufbauarbeit in die Firma gesteckt, aber das hatte seinen Preis. Ein Beispiel: Ich liebe das Meer und habe schon immer von großen Segeltörns geträumt, aber anstatt den Atlantik zu überqueren oder mal durchs Mittelmeer zu kreuzen haben wir 2010 ein zugegebenermaßen wunderschönes Büro am Duisburger Innenhafen gemietet. Im Nachhinein fast ein wenig tragikomisch: Ich schaute jeden Tag aus einem besonderen Bürogebäude, das auch noch einem Katamaran ähnelt, aufs Wasser – von meinem Segelboot-Traum war ich zu dem Zeitpunkt aber weiter entfernt denn je. Es hat jedenfalls schon ein paar Jahre gedauert und vieler kleiner Schritte bedurft, um die Firma so umzubauen, dass sie uns mehr und mehr entlastet.

Lassen Sie uns darüber gleich weitersprechen und kurz zurückkommen zu prodot. Was machen Sie und Ihre heute 80 Mitarbeitenden?

Wir sind eine von wenigen Softwareentwicklungsfirmen, die sich hauptsächlich auf Microsoft-Plattformen spezialisiert haben, um so ganzheitlich, hochprofessionell und in vergleichsweise kurzer Zeit IT-Projekte konzeptionieren und realisieren zu können. Dafür setzen wir auf interdisziplinäre Teams bestehend aus Project Manager, Architect, Engineer, Tester und Designer und bringen Erfahrung aus zahlreichen erfolgreichen Projekten für international tätige Konzerne mit – angefangen bei der Telekom über den thyssenkrupp Konzern bis hin zu ALDI SÜD. Bereits 2012 haben wir auf der Suche nach neuen technischen Möglichkeiten Microsoft Azure für uns entdeckt und uns so viel Wissen angeeignet, dass wir von Microsoft gefragt worden sind, ob wir nicht die offizielle Azure Meetup Ruhrgebiet Community gründen und leiten wollen würden. Hauptsächlich entwickeln wir heute Unternehmenssoftware für unsere Kunden in der Cloud. Aber wir migrieren auch immer häufiger in die Jahre gekommene Altanwendungen, Produkte, Prozesse oder Kundenplattformen, die unseren Kunden helfen, digitaler zu werden.

Kundenportal für TK Elevator

Gemeinsam mit Experten von Microsoft und TK Elevator entwickelte prodot eine cloud-basierte Predictive Maintenance Lösung zur Maximierung der Verfügbarkeit von Aufzügen für die MAX-Kunden der thyssenkrupp Tochter. „Echtzeit-Daten von Tausenden von Sensoren in Aufzügen und Fahrsteigen werden an die Microsoft Azure-Cloud gesendet, wo komplexe Algorithmen die Restlebensdauer von Schlüsselkomponenten und -systemen berechnen, um festzustellen, welche Teile eine Wartung erfordern und wann“, erklärt Pascal Kremmers.

Über das neue Kundenportal werden die MAX-Kunden jederzeit über den Status ihrer Geräte auf dem Laufenden gehalten. Das Multi-Client-fähige Webportal nutzt Analysen- und Echtzeitdaten von MAX und visualisiert Statistiken zu Kennzahlen wie Betriebsdauer, Türbewegungen, Laufleistungen, Kapazitätsauslastung und Gerätestatus. Die Benutzer haben die Möglichkeit, Statistiken über verschiedene Zeiträume und Gerätegruppen zu filtern und zu vergleichen. Dank der Diagnoseergebnisse ist ein Echtzeitstatus des gesamten Geräteportfolios verfügbar und es wird vor bevorstehende Ausfallzeiten gewarnt.

Dashboard TK Elevator MAX (Foto: prodot)

Store Portal für ALDI SÜD

Für die Unternehmensgruppe ALDI SÜD hat prodot eine an die weltweiten Filial-Prozesse angepasste Software entwickelt und eingeführt, die alle Backoffice-Prozesse in einer Oberfläche vereint. „Unsere Aufgabe bestand darin, eine neue Lösung zur Unterstützung der Filialprozesse für alle Nutzergruppen zu entwickeln – vom Kassierer über den Filialleiter bis hin zum Regionalverkaufsleiter. Die neue Lösung sollte Standards sowie Best Practices berücksichtigen, weltweit über eine identische Architektur verfügen und bei hoher Integrationsfähigkeit bedarfsgerecht erweiterbar sein.

Statt einer einzigen Standardsoftware wollten wir für jeden Prozess einen separaten, passgenauen Workflow zur Verfügung stellen, um so die Effizienz steigern zu können“, erklärt Kremmers die Idee hinter der Lösung, die maßgeblich zu einer überdurchschnittlich hohen Akzeptanz bei den täglichen Nutzerinnen und Nutzern beigetragen hat. Weltweit kommt die hochmodulare Plattform in mehr als 5.000 ALDI SÜD Filialen zum Einsatz. Das bedeutet, dass über 90.000 Anwenderinnen und Anwender – je nach Position und Tätigkeitsbereich – effizienten Zugriff auf aufgabenbezogene Workflows und Daten haben.


Store Portal von ALDI SÜD (Foto: prodot)


Das TK Elevator Portal ist ja ein sehr schönes Beispiel für eine cloud-basierte IoT-Lösung. Ist das eine Ausnahme?

Im Gegenteil, wir beschäftigen uns schon länger mit dem Internet der Dinge und wie man Smart Devices sinnvoll mit digitalen Cloud-Services zusammenbringen kann. Für das Automotive-Unternehmen Kienzle haben wir zum Beispiel eine modulare cloud-basierte Telematik-Plattform mit automatisierter Live-Daten-Analyse entwickelt. Das Portal ist so konzipiert, dass es unabhängig vom Telematik-Anbieter mandantenbasiert Daten und Ereignisse auswertet und anschließend entsprechende Berichte bereitstellt oder Prozesse auslöst. Innerhalb sehr kurzer Reaktionszeiten alarmiert es zum Beispiel über Geschwindigkeitsüberschreitungen, positive Alkoholtests, zu starke Bremsverzögerungen oder andere besondere Ereignisse im Bereich von Gefahrguttransporten. Über eine Driver-Scoring App, die für alle Fahrer verfügbar und zugänglich ist, kann das individuelle Fahrverhalten analysiert und bewertet werden, was zu einer Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs und zu einer Optimierung der Wartungs- und Instandhaltungskosten beiträgt. Auf Basis der verschiedenen Erfahrungen haben wir anschließend eine Lösung entwickelt, die sich für alle IoT-Daten in der Industrie 4.0 und aus vielen anderen Branchen eignet: die prodot IoT-X Plattform. Wir sind damit in der Lage, Daten aus tausenden von Sensoren, Geräten oder anderen Quellen wie Telematik- oder ERP-Systemen zu sammeln, zu verknüpfen, zu analysieren und auszuwerten. Die Kennzahlen stehen unseren Kunden dann auf einem zentralen Dashboard zur Verfügung – herstellerunabhängig, systemübergreifend und weltweit.

Wie finden Sie für derart anspruchsvolle Projekte die richtigen Mitarbeitenden?

Ich glaube, wir haben uns da schon einen sehr guten Ruf erarbeitet. Wir waren immer offen für neue Themen und Technologien. Das hat natürlich Kunden angezogen, aber eben auch talentierte und wissbegierige Mitarbeitende. Gleichzeitig haben wir sehr hohe Ansprüche und einen wirklich harten Auswahlprozess. Das schreckt Manche ab. Andere hingegen motiviert das, denn sie wissen: Wenn du hier anfängst, dann arbeitest du mit echt guten Leuten zusammen. So haben wir über die Jahre eine tolle Truppe aufgebaut.

Hatte Ihre schwierige persönliche Situation vor zehn Jahren Einfluss darauf, wie Sie heute Ihre Firma führen oder mit Ihren Mitarbeitenden umgehen?

Wir haben uns tatsächlich bewusst vom klassischen Consulting-Business mit permanenten Besuchen beim Kunden irgendwo in München, Hamburg oder Berlin verabschiedet. Das war am Anfang ja ganz anders. Da waren 50/60-Stundenwochen abseits von zu Hause die Normalität. Das wollen wir unseren Mitarbeitenden heute nicht mehr abverlangen, sondern achten vielmehr auf eine gute Work-Life-Balance. Und natürlich geben wir unseren Mitarbeitenden heute viel mehr Freiraum, was ihre persönliche Lebensgestaltung angeht – ob das jetzt eine Auszeit oder ortsunabhängiges Arbeiten ist. Wir haben zum Beispiel jetzt beschlossen, dass es grundsätzlich in den Abteilungen, in denen es umsetzbar ist, jedem Mitarbeitenden freigestellt ist, drei Tage in der Woche vom Homeoffice aus zu arbeiten. Die Corona-Pandemie war dafür ja auch ein guter Test. Und wenn dann jemand kommt und will zeitweise mal komplett von einem anderen Ort aus arbeiten, dann wissen wir, ob das funktionieren kann oder nicht. Am Ende muss man auch sagen, dass man die Leute ziemlich sicher verliert, wenn man da nicht mit sich reden lässt. Es muss halt eine gesunde Balance haben.

"Sowohl die hohe Spezialisierung auf Softwareentwicklung als auch die große Erfahrung in der Microsoft Cloud machen die Services der prodot so interessant für unsere Kunden. Das ausgesprochen effiziente Team rund um Pascal Kremmers und Mischa Hüschen steht für hochprofessionelle IoT-Plattformen und innovative Portale – von der Entwicklung über das UI bis hin zum Betrieb. Man merkt zudem, dass prodot die Entwicklung von Azure fast von Anfang an mitbegleitet hat. Von diesem Know-how profitieren unsere Kunden ebenso, wie von der spürbaren Motivation eines jeden Mitarbeitenden. Die langjährige Zusammenarbeit, stets erfolgreichen Umsetzungen und persönliche Vertrauensbasis beweisen bestes Gründer- und Unternehmertum. Deshalb freue ich mich, sagen zu können: Alle Voraussetzungen für weitere Projekte sind erfüllt und die Segel gehisst, um gemeinsam in See zu stechen!"

Sebastian Fromme, Cloud Partner Sales Manager Telekom

Fühlen Sie sich mittlerweile freier beziehungsweise glücklich?

Es hat tatsächlich einige Jahre gebraucht, aber spätestens seit 2019 fühlt es sich gut und richtig an. Ich habe mir zehn Wochen Urlaub genommen und persönliche Träume erfüllt – unter anderem den Abschluss meiner Segelausbildung. Das geht natürlich nicht jedes Jahr, aber zumindest bin ich jetzt an einem Punkt, wo ich ohne Probleme mal zwei bis drei Wochen am Stück Urlaub machen kann, um Ideen und Träume umzusetzen. Als nächstes möchte ich zum Beispiel von der holländischen Küste entlang der deutschen Nordseeinseln und durch den Nord-Ostsee-Kanal bis zum östlichsten Ende der deutschen Ostseeküste segeln. Anschließend plane ich, die Fjorde der Lofoten in Norwegen per Segelschiff zu erkunden. Und mit etwas Glück erfüllt sich ja auch noch mein großer Traum, mal für drei Monate auf einem Boot zu leben.

Bis dahin wollen Sie den Kreis schließen? Schließlich war der Start von prodot ja schon sehr eng mit der Telekom verbunden.

Ja, wir möchten die Partnerschaft mit der Telekom gerne so ausbauen, dass wir nicht ausschließlich auf CSP-Ebene zusammenarbeiten, sondern auch gemeinsam mit der Telekom große Projekte realisieren. Die Bedingungen dafür sind da und wir könnten sofort loslegen: Altanwendungen in die Azure-Cloud migrieren, neue digitale Produkte entwickeln oder anwenderfreundliche Portale konzipieren und umsetzen. Den Proof of Concept, dass wir das können, haben wir geliefert. Jetzt wollen wir gemeinsam mit der Telekom in See stechen.

„Wir sind eine von wenigen Softwareentwicklungsfirmen, die sich hauptsächlich auf Microsoft-Plattformen spezialisiert haben, um so ganzheitlich, hochprofessionell und in vergleichsweise kurzer Zeit IT-Projekte konzeptionieren und realisieren zu können“, erklärt Pascal Kremmers, Managing Director bei prodot.

Mehr über die prodot GmbH: www.prodot.de


Dirk Heidemann

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Dirk Heidemann
E-Mail: reseller@telekom.de
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