Ausschnitt einer Hand mit Sitft über einer Bauzeichnung.

Digitalisierung und Vernetzung im Bauwesen

Wie der Ingenieur-Verbund Engineering & Digital Design seine Standorte vernetzt und die Zusammenarbeit stärkt.

Kollaboration aufgebaut im Ingenieurbüro

Tragwerksplanungen bei Bauprojekten digital aufsetzen, um die Zusammenarbeit enger zu verzahnen und Arbeitsschritte zu vereinheitlichen: Dieses Ziel verfolgt die EDD Engineering & Digital Design Service GmbH mit ihrem vielschichtigen Digitalisierungsprojekt. Office 365 ermöglicht Kollaboration über Standortgrenzen hinweg, DocuSign verschlankt Auftrags- und Freigabeprozesse, DataGuard sorgt für einen Rundum-Schutz beim Datenschutz.

Drei Baurarbeiter stehen an einer ausgeschachteter Baustelle.

Die Herausforderung

Ob Kölner Kranhaus, die Deiker Höfe in Düsseldorf oder das Spandauer Ufer in Berlin – in seiner mehr als 55-jährigen Unternehmenshistorie hat der Ingenieurbüro-Verbund EDD Engineering & Digital Design das Straßenbild vieler deutscher Städte mitgeprägt. Die Arbeit der Spezialisten für Tragwerksplanung von Hochbauprojekten war in den vergangenen Jahren geprägt von einer zunehmenden Digitalisierung. Eine zentrale Herausforderung im Bauwesen, auf die sich das Unternehmen schon 2016 eingestellt hat.

Zwei Männer beraten sich an einem digitalen Whiteboard.

Digitalisierung in Baubranche:
Vernetztes Arbeiten dank Planungs-Tool

Seitdem verwirklichen die Tragwerksplaner ihre Bauvorhaben am Stammsitz in Köln, an den Niederlassungen in Berlin und Düsseldorf sowie in Zagreb und Sarajevo standortübergreifend in der digitalen Planungs-Methodik BIM (Building Information Modeling). Über die Anwendung modellieren, kombinieren und erfassen sie alle relevanten Bauwerksdaten in digitalen 3D-Modellen. 2020 gründeten die Verantwortlichen mit der ConTec Hub GmbH zudem eine digitale Ingenieurplattform, die Fachkräfte für deutsche Bauvorhaben vermittelt. So begegnete der Unternehmensverbund auch dem hiesigen Personal- und Fachkräftemangel – eine weitere Herausforderung der Branche.

Der digitale Fortschritt fand sich allerdings noch nicht in allen Bereichen wieder. So arbeiteten die Fachplaner der EDD in puncto Dateiablage oder Freigabeprozessen noch analog, es fehlte an einer Vernetzung aller Standorte, kollaboratives Arbeiten war nicht möglich.

Mitarbeiter berechnet Skizzen auf zwei Bildschirmen.

Telekom modernisiert ITK-Strukturen für mehr Kollaboration

„Bei der Digitalisierung haben wir nicht bei Null angefangen“, sagt Christian Richert, Geschäftsführer bei Engineering & Digital Design. „Doch unsere IT-Infrastruktur war veraltet, so dass unsere Software neuen Anforderungen nach Kollaboration nicht gerecht wurde und dadurch eine standortübergreifende Zusammenarbeit erschwerte.“ Um effizienter und auch in Zukunft wettbewerbsfähig im Baugewerbe agieren zu können, musste EED zahlreiche Arbeitsschritte automatisieren, standardisieren und insgesamt modernisieren – angefangen bei Software wie Microsoft Office 2016 über das Projektmanagement bis zur unübersichtlichen onPremise File-Server-Struktur. Diese Mammutaufgabe konnte das zehnköpfige Team nicht alleine stemmen und suchte nach einem erfahrenen IT-Dienstleister. Die Wahl fiel auf die Digitalisierungsexperten der Telekom, die durch ein ganzheitliches ICT-Konzept, großes Know-how und breitem Portfolio überzeugten und mit denen EDD bereits in früheren IT-Projekten erfolgreich zusammenarbeitete.

Empfang einer modernen Büroetage.

Digitale Tools beschleunigen Abstimmung

Die Telekom-Experten migrierten zunächst die analogen Strukturen in die Cloud und implementierten WAN Ethernet Connect für die Standortvernetzung. Anschließend stellten sie die neue Software betriebsbereit zur Verfügung: Office 365 löste das alte Office-Paket ab, mit DocuSign digitalisiert EDD nun sämtliche Auftrags- und Freigabeschritte. Das resultierende Infrastruktur-Hosting übernimmt Telekom-Partner Netgo. Für eine nahtlose Inbetriebnahme aller IT-Komponenten erfolgte die Implementierung zunächst am Kölner Standort.

„Hier testen wir zunächst die neuen Digital-Lösungen und Features, bevor die EDD sie unternehmensweit ausgerollt werden“, sagt Oliver Kleinjohann, Geschäftsführer des Kölner Ingenieurbüros. „Mit Erfolg: Die Kollegen arbeiten nun viel effizienter, Abstimmungsprozesse lassen sich beschleunigen, das Fehlerpotential sinkt deutlich.“ Denn mit Office 365 und dem integrierten Microsoft Teams nutzen die Mitarbeitende Kollaborations-Tools wie Chats oder Videokonferenzen für einen unkomplizierten und schnellen Informationsaustausch. Dokumente lassen sich gemeinsam in Echtzeit bearbeiten, Anmerkungen oder Änderungen transparent nachverfolgen. Über Microsoft Teams erfolgt nun auch eine zentralisierte Dokumentenverwaltung. Das Ziel: Dokumentenstruktur und Projektmanagement vereinheitlichen und verschlanken. Auch DocuSign überzeugt: Langwierige Freigabeprozesse und zeitaufwändige Dokumenten-Scans gehören der Vergangenheit an. Auf Knopfdruck geben die Nutzer Arbeitsschritte frei. Das wirkt sich auch positiv auf die Betriebskosten aus. Richert: „Mit DocuSign konnten wir unsere Versandgebühren um circa 6.000 Euro senken – in nur zwölf Monaten.“

Zwei Personen zeichnen an einem Bauplan.

DSGVO-konformer Datenschutz

Auch in puncto Datenschutz rüstete die EDD nach. Um den hohen Anforderungen der europäischen Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO) souverän begegnen zu können, nutzt der Unternehmensverbund die Dienste der Datenschutzexperten von DataGuard. Eine Investition, die sich gelohnt hat, denn bereits kurze Zeit nach Vertragsabschluss hat der Dienstleister – einen ersten konkreten Vorfall kompetent abgewickelt.

Den digitalen Wandel verfolgt EDD auch künftig konsequent weiter. Parallel zur IT-Umstrukturierung baut der Ingenieurbüro-Verbund mit dem ConTec Hub eine europaweite Plattform auf, die ausländische Fachkräfte qualifiziert, zertifiziert und vermittelt, Leistungserbringungen standardisiert und Beratungs- wie Schulungsleistungen anbietet. Außerdem testet die EDD als übergeordnete Digitaleinheit des Ingenieurbüro-Verbundes erste KI-Anwendungen, um die Ingenieursarbeit weiter zu verbessern. Mithilfe von künstlicher Intelligenz will die EDD Routinearbeiten automatisieren und die Ingenieure entlasten. So lassen sich beispielsweise Materialkosten automatisiert berechnen oder beim parametrischen Entwerfen der Bauprojekte einzelne Arbeitsschritte weiter professionalisieren. Auf diese Weise können Mitarbeitende ihre langjährige Erfahrung und innovativen Ideen bei der Tragwerksplanung parallel in verschiedenen Projekten einbringen, statt ihre Energie in Berechnungs- und Analyseprozesse stecken zu müssen.

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