Die Antwort darauf kann nicht darin bestehen, immer mehr Menschen vor immer mehr Bildschirme zu setzen. Schon heute entstehen in Security Operations Centern Datenmengen, die sich manuell nicht mehr sinnvoll auswerten lassen. Deshalb müssen große Teile der Cyberabwehr automatisiert ablaufen: Daten erfassen, Auffälligkeiten erkennen, Informationen miteinander abgleichen, Risiken bewerten und geeignete Gegenmaßnahmen vorbereiten.
Das gilt auch für das Schließen von Schwachstellen. Wenn KI künftig innerhalb kurzer Zeit Tausende Sicherheitslücken in einer Codebasis findet, können diese nicht alle manuell bearbeitet werden. Dieselbe Technologie, die Schwachstellen entdeckt, kann auch Vorschläge für deren Behebung entwickeln und Änderungen anschließend erneut testen. Das bedeutet nicht, dass der Mensch aus der Cyber Security verschwindet. Bei kritischen Entscheidungen bleibt ein Human-in-the-Loop wichtig. Aber Technologie muss ihm die Arbeit abnehmen, die in Maschinengeschwindigkeit erledigt werden muss.