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Microsoft Publisher wird eingestellt: Das sollten Sie beachten

Microsoft stellt seine Desktop-Publishing-Anwendung Microsoft Publisher zum 1. Oktober 2026 ein und entfernt sie aus Microsoft 365. In diesem Beitrag erfahren Sie, was sich ändert, welche Fristen gelten und welche Optionen Ihnen zur Verfügung stehen.

Zwei lachende Frauen sitzen nebeneinander an einem Tisch in einem hellen Büro, im Vordergrund ein Laptop unscharf.

Kurz zusammengefasst

  • Microsoft Publisher wird zum 1. Oktober 2026 aus Microsoft 365 entfernt; ab diesem Zeitpunkt besteht für Abonnentinnen und Abonnenten kein Zugriff mehr auf die App.
  • Betroffen sind alle Publisher-Versionen von 2007 bis 2021 sowie die Developer-Editionen.
  • Word, PowerPoint und die Vorlagen von Microsoft Create decken die meisten bisherigen Publisher-Szenarien ab.
  • Für unbefristete Versionen (Office 2021, Office LTSC 2021) endet der Support am 13. Oktober 2026.

Was die Einstellung von Publisher für Unternehmen bedeutet

Nach rund drei Jahrzehnten wird Microsoft Publisher zum 1. Oktober 2026 eingestellt und aus Microsoft 365 entfernt. Für alle, die Publisher noch im Einsatz haben, bedeutet das vor allem, bestehende Vorlagen und Workflows rechtzeitig zu prüfen und passende Alternativen zu finden.

Warum wird Microsoft Publisher eingestellt?

Microsoft begründet die Einstellung von Publisher damit, sich stärker auf neue Funktionen und Anwendungen zu konzentrieren. Dafür werden auch etablierte Produkte und Lösungen eingestellt.

Viele Aufgaben, für die Publisher bisher genutzt wurde, lassen sich inzwischen mit Word und PowerPoint erledigen. Dazu gehören etwa gestaltete Vorlagen, Umschläge, Etiketten, Kalender, Visitenkarten oder Programme. Zusätzliche Vorlagen bietet die wachsende Bibliothek von Microsoft Create. Aus diesem Grund werde Publisher als eigenständiges Layout-Programm daher zunehmend weniger benötigt.

Welche Publisher-Versionen sind betroffen und was bleibt bestehen?

Von der Einstellung betroffen sind ausschließlich Microsoft Publisher und seine Vorgängerversionen. Im Einzelnen betrifft das:

  • Publisher für Microsoft 365
  • Publisher 2021, 2019, 2016, 2013, 2010, 2007
  • Publisher 2010 Developer und Publisher 2013 Developer

Für bestehende Kundinnen und Kunden bedeutet das: Bis zu den genannten Terminen funktioniert Publisher inklusive Support unverändert weiter.

Die wichtigsten Termine im Überblick

  • 1. Oktober 2026: Publisher ist nicht mehr Teil von Microsoft 365. Abonnenten können Publisher-Dateien ab diesem Datum nicht mehr in der App öffnen oder bearbeiten.
  • 13. Oktober 2026: Der Support für unbefristete Versionen endet, gemeinsam mit Office LTSC 2021 und Office 2021 für Privatanwender.

Was bedeutet das für bestehende Publisher-Nutzer?

Bis zu den genannten Stichtagen gibt es keinerlei Einschränkungen. Vorhandene Dateien, Vorlagen und Arbeitsabläufe bleiben vollständig nutzbar. Nach der Einstellung endet der Zugriff über Microsoft 365 endgültig. Wer die unbefristete Version nutzt, kann Publisher zwar technisch weiter betreiben, jedoch ohne Sicherheitsupdates und ohne Herstellersupport. Wer noch mit Publisher arbeitet sollte daher festlegen, wie mit bestehenden Publisher-Dateien und -Prozessen künftig umgegangen wird.

Für den Erhalt bereits erstellter Inhalte empfiehlt sich die Umwandlung in PDFs. Dies ist ganz einfach über Datei | Speichern unter | Dateityp PDF möglich. Bei einer größeren Anzahl an Publisher-Dateien lohnt sich der Einsatz eines PowerShell-Skripts, das Dateien einzeln, verzeichnisweise oder rekursiv über mehrere Unterordner hinweg automatisch in PDF exportiert, statt jede Datei manuell zu konvertieren.

Welche Alternativen stehen zu Publisher zur Verfügung?

Je nach Anforderungsprofil bietet Microsoft mehrere Wege, gängige Publisher-Szenarien künftig abzudecken:

Word und PowerPoint als zentrale Werkzeuge: Viele Aufgaben, die bisher mit Publisher umgesetzt wurden, lassen sich auch mit Word oder PowerPoint erledigen. Flyer, Broschüren, Banner und Poster können beispielsweise in PowerPoint gestaltet werden. Für Rechnungen, Formulare, Umschläge, Etiketten, Briefköpfe und Newsletter eignet sich Word.

Microsoft Create für Vorlagen: Wer bislang auf vorgefertigte Publisher-Vorlagen gesetzt hat, findet bei Microsoft Create eine wachsende, kostenlose Vorlagenbibliothek für Visitenkarten, Kalender, Einladungen und viele weitere Formate.

Content-Erstellung im Zeitalter von Microsoft 365 und KI

Mit dem Ende von Publisher bündelt Microsoft immer mehr Funktionen in zentralen, KI-gestützten Anwendungen wie Word und PowerPoint. Auch Microsoft Create bietet eine wachsende Auswahl an Vorlagen. Für Unternehmen bietet der Umstieg die Chance, bestehende Vorlagen und Prozesse zu prüfen und zu modernisieren. Dabei kann auch der sinnvolle Einsatz von KI berücksichtigt werden. Falls Sie tiefer in die Möglichkeiten von KI bei Microsoft 365 und Microsoft Copilot einsteigen wollen, nutzen Sie das kostenfreie Orientierungsgespräch KI.

FAQs rund um die Einstellung von Microsoft Publisher




Autor: Blog-Redaktion

Die Blog-Redaktion berichtet regelmäßig über aktuelle Themen aus dem Microsoft-Portfolio der Telekom – von Produktneuheiten über Preisänderungen bis hin zu relevanten Updates für Geschäftskunden. Wir halten Sie stets informiert und geben praxisnahe Einblicke in die Welt von Microsoft und Telekom.