Erleben, was verbindet.
Virtuelle Stadtrundgänge mit dem Kreis Soest und der Telekom

Mobiler und
barrierefreier im
digitalen Landkreis

Virtuelle Rundgänge durch Museen und Bahnhof
sorgen für mehr mobile und barrierefreie Angebote
in der Region.

Kreis Soest - Auf dem Weg zum Smart Country

Seit 2007 betreibt der Kreis Soest den Abbau von Barrieren im öffentlichen Bereich. Über das Projekt Smart4You-Dein Butler einstehen im Förderzeitraum bis 2020 drei Digitalisierungsprojekte in der Region, die Kreis Soest und Telekom gemeinsam umsetzen. Das Ziel: Barrierefreiheit und Mobilität ausbauen durch digitale Angebote. Die Lösung: virtuelle Rundgänge durch das Landschaftsinformationszentrum (LIZ) am Möhnesee, das Bad Sassendorfer Erlebnismuseum „Westfälische Salzwelten“ und den Bahnhof Soest.

Seit 2007 setzt sich der Kreis Soest mit Unterstützung von Land, Bund und der EU für die Belange von sinnes- und mobilitätseingeschränkten Bürgern ein. Darüber hinaus will die Region durch den Einsatz digitaler Lösungen mehr Barrierefreiheit und eine benutzerfreundliche Mobilität für Menschen mit Sinnes- und Mobilitätseinschränkungen schaffen. Denn mehr als zehn Prozent der Bevölkerung in Nordrhein-Westfalen sind als schwerbehindert eingestuft. Sinnes- und Mobilitätseinschränkungen prägen somit den Alltag von mehr als 1,8 Millionen Menschen – allein in NRW.

"Unser Ziel ist es, die Lebensqualität in der Region zu stärken – jetzt und in Zukunft. Eine Smart Country ist mehr als eine Kommune mit digitalen Verwaltungs- und Dienstleistungsangeboten."

- Jörn Peters, Abteilungsleiter Energie, Mobilität,
Digitalisierung und Innovation beim
Kreis Soest

Erlebnismuseum der Salzwelten im Kreis Soest

Durch Digitalisierung Barrieren abbauen

Durch eine Zuwendung des Landes Nordrhein-Westfalen unter Einsatz von Mitteln aus dem Europäischen Fond für regionale Entwicklung (EFRE) 2014-2020 entstanden im Förderzeitraum bis 2020 drei Digitalisierungsprojekte in der Region, die durch das Förderprojekt „Smart4You – Dein Butler“ in Zusammenarbeit mit der Deutschen Telekom umgesetzt wurden. Das Ziel: Die Region um Soest, Bad Sassendorf und Möhnesee enger vernetzen. Damit Bewohner und Besucher sämtliche Angebote barrierearm nutzen können, führt der Kreis Soest die drei Tourismus-, Freizeit- und Gesundheitsregionen samt ÖPNV zusammen.

„Unser Ziel ist es, die Lebensqualität in der Region zu stärken – jetzt und in Zukunft“, sagt Jörn Peters, Abteilungsleiter Energie, Mobilität, Digitalisierung und Innovation beim Kreis Soest. „Eine Smart Country ist mehr als eine Kommune mit digitalen Verwaltungs- und Dienstleistungsangeboten.“ So bildet das Thema Indoor-Digitalisierung einen der Schwerpunkte der Digitalisierungsvorhaben: im naturwissenschaftlichen Landschaftsinformationszentrum (LIZ) am Möhnesee, im Bad Sassendorfer Erlebnismuseum Westfälische Salzwelten und im Bahnhof Soest sollen barrierefreie Angebote entstehen. Menschen mit Sehschwäche sowie Menschen, die auf Rollator oder Rollstuhl angewiesen sind, sollen gleichermaßen von den neuen Digitalangeboten profitieren.

Virtueller Museumsrundgang komplett rollstuhlgerecht mit Hilfe der Telekom erstellt

Museumausstellungen virtuell erleben

Im Rahmen eines Ausschreibungsverfahrens erhielt die Deutsche Telekom den Zuschlag, die Digitalisierungsvorhaben zu entwickeln und technisch umzusetzen. Das Projektteam virtualisierte in LIZ, Salzwelten und Bahnhofsgebäude Innenräume und Umgebung mithilfe des Kartierungs-Trolleys. Dieser vermisst mit Laserscannern die Umgebung und erstellt hochauflösende 360-Grad-Fotografien. So entsteht eine virtuelle Landkarte des gesamten Areals; Anwender können sich darüber im Gebäude umschauen, die Ausstellung interaktiv erleben und Points of Interest ansteuern, um weiterführende Informationen abzurufen. Points of Interest – vom rollstuhlgerechtem WC über Gastronomiebereiche bis hin zu den Exponaten – lassen sich beliebig definieren und ergänzen.

Parallel digitalisierte die Telekom bereits vorhandene Informationsangebote, die den virtuellen Museumsrundgang in LIZ und Salzwelten um audiovisuelle Elemente ergänzen. Nun kommen sich Denkmalschutz und Barrierefreiheit nicht mehr in die Quere. Ausstellungsräume und Exponate lassen sich trotz baulicher Barrieren wie Stufen und Bodenwellen digital entdecken: vor Ort mit Smartphone und Tablet – oder vom heimischen PC, Laptop, VR-Brille oder mobilen Endgerät als virtuelle Führung über die jeweilige Webseite. Auch alle anderen Interessierten können die Ausstellungsstätten selbst dann virtuell besuchen, wenn ein Ausflug nicht möglich ist, etwa durch Schließungen in der Corona-Zeit oder eine zu beschwerliche Anreise. Mehr noch: Das Digitalangebot kommt auch Schulen, Hochschulen und Ausbildungsstätten zugute. Denn sämtliche Informationen und Materialien ergänzen Unterrichtsinhalte und Lehrplan oder erweitern fachspezifische Themenrecherchen.

Die Telekom bietet alles aus einer Hand an, optimal für den Kreis Soest

Telekom bietet Service aus einer Hand

Kreis und Stadt Soest wussten sich bei der Telekom in guten Händen: Bereits seit 2006 besteht eine Kooperation mit Telekom, T-Systems und T-Mobile für unterschiedliche Digitalisierungs- und Mobilitätsinitiativen im Kreis Soest.

Das Projektteam der Telekom übernahm nicht nur die Kartierung der Innenräume, sondern kümmerte auch um Datenverarbeitung, -prozessierung und -modellierung. Dafür verwaltet es sämtliche Daten in der Open Telekom Cloud. Über eine integrierte Schnittstelle in die Web-Oberflächen der Internetseiten von LIZ und Salzwelten können Nutzer den virtuellen Rundgang starten.

Digitale Kartierung des Bahnhofs hilft immobilen Menschen zur Orientierung im Gebäude

Virtueller Bahnhof schafft mehr Mobilität

Im Zuge des Mobilitätskonzepts in der Region entwickelt der Kreis Soest Lösungen, um Zutritt, Bewegungsfreiheit und Nutzung zu vereinfachen und barrierefrei zu gestalten. Mit der digitalen Kartierung des Soester Bahnhofs erschließt die Stadt einen wichtigen Knotenpunkt des lokalen ÖPNV-Netzes. Das Ziel: Immobile Menschen sollen künftig ohne fremde Hilfe durch das Bahnhofsgebäude navigieren können – und eine mögliche Anschlussfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln schnell und sicher erreichen. Verschiedene Aspekte gilt es dabei zu berücksichtigen: intakte Aufzüge samt Echtzeit-Statusbericht, um unnötige Wege zu vermeiden, eine sichere und eigenständige Orientierung innerhalb und außerhalb des Gebäudes sowie ein nahtloser Übergang und Anschluss an den öffentlichen Verkehrsbetrieb.

Die virtuelle Bahnhofsumgebung fließt mit allen relevanten Points of Interest (Aufzug, WC, Kiosk) in die bestehende Verkehrs-App des Kreises ein. Mit dem Wissen um die örtliche Wegeführung können Reisende, Besucher oder Bewohner ihren Ausflug via ÖPNV detailliert planen – barrierefrei. Auch das parallel entwickelte Check-in/Be-Out-Verfahren für Fahrgäste des ÖPNV vereinfacht Bus und Bahnfahren – für Menschen mit und ohne Mobilitätseinschränkungen. Hierbei checken Fahrgäste per App im Verkehrsmittel ein. Das System ermittelt sämtliche Fahrten im Tagesverlauf und bucht am Folgetag den günstigsten Tarif. Peters:

„Mit unseren Angeboten schaffen wir Barrierefreiheit und Mobilität – für jeden.“

Virtuelle Rundgänge

Salzwelten

Virtueller Rundgang durch die westfälischen Salzwelten

Landschaftsinformationszentrum

360° durch das Naturparkzentrum am Möhnesee