Dem Erfolg förderlich

17.11.2022 von Schubkraft
Benjamin Springub, Leiter Konzernprogramm Schubkraft (Konjunkturprogramm/ Förderung) bei der Deutschen Telekom

Warum Unternehmen jetzt nach Förderprogrammen Ausschau halten sollten.

Nie war es für Unternehmen wichtiger als heute, ihre Ausgaben zu kontrollieren und Einsparmöglichkeiten zu nutzen. Das bedeutet aber nicht, dass nicht investiert werden darf – im Gegenteil. Benjamin Springub, Leiter des Konzernprogramms  „Schubkraft“ bei der Deutschen Telekom, erklärt, warum Betriebe gerade jetzt Investitionen ins Auge fassen und dabei Fördergelder nutzen sollten.

DIE WIRTSCHAFT: Herr Springub, die Konjunkturaussichten für Deutschland sind gelinde gesagt nicht rosig – die Energiepreise spielen verrückt, und die Inflationsrate ist zweistellig. Sollten Unternehmen da wirklich über Investitionen nachdenken?

Benjamin Springub: Ja, so kühn das in diesem Kontext klingen mag. Investitionen sind wichtig, damit Unternehmen sich langfristig im Wettbewerb behaupten – national und international. Tatsächlich ist gerade die hohe Inflationsrate ein Argument fürs Geldausgeben, denn bei hoher Inflation verlieren finanzielle Rücklagen rasch an Wert und sollten gegen etwas Wertbeständigeres eingetauscht werden. Das müssen nicht unbedingt physische Güter wie Maschinen oder Fahrzeuge sein. Unternehmen, die noch nicht oder nicht in nennenswertem Maße digitalisiert sind, tun gut daran, sich jetzt um die Implementierung von Digitaltechnologie in ihre Geschäftsprozesse zu kümmern.

DIE WIRTSCHAFT: Und wenn dafür keine Rücklagen da sind?

Benjamin Springub: Bei hoher Inflation reduziert sich nicht nur der Wert von Erspartem, sondern auch der Wert von Verbindlichkeiten – das macht das Aufnehmen von Krediten attraktiv. Je nach Zinsangebot kann es also durchaus wirtschaftlich sein, für Modernisierungsmaßnahmen Schulden zu machen. Noch wirtschaftlicher ist es aber, staatliche Förderprogramme zu nutzen.

DIE WIRTSCHAFT: Welche Möglichkeiten gibt es da?

Benjamin Springub: Zu viele, um sie aufzuzählen. Die Förderdatenbank des Bundesministeriums für Wirtschaft listet derzeit rund 2.500 Förderprogramme auf, wovon fast 400 auf die Bereiche Digitalisierung, Energieeffizienz und erneuerbare Energien entfallen. Die Auswahl ist also groß. Paradoxerweise ist das sogar ein Problem: Die Menge wirkt abschreckend; nicht wenige Unternehmensverantwortliche befürchten, dass sie da nicht „durchblicken“. Laut dem Digitalisierungsindex Mittelstand 2021/2022 trauen sich jedenfalls nur rund 18 Prozent der mittelständischen Unternehmen an die Beantragung von Fördergeldern
heran.

Einen Überblick über die Förderlandschaft in Deutschland verschaffen

DIE WIRTSCHAFT: Was kann man tun, damit diese Quote steigt?

Benjamin Springub: Zum einen Aufklärung betreiben – die Fördergeldwelt ist nicht so komplex, wie es scheint. Zum anderen  tatkräftige Unterstützung anbieten. Die Deutsche Telekom beispielsweise hat dazu die konzerneigene Initiative „Schubkraft“ ins Leben gerufen. Zu dieser gehören unter anderem eine mobile App zur Fördergeldauswahl („Meine Förderung – Fördermittel“), ein Netzwerk an Beratungshäusern und eine Beratungshotline. Unter der Nummer 0800 330 6001 geben unsere Expertinnen und Experten interessierten Unternehmensverantwortlichen einen Überblick über die Förderlandschaft in Deutschland und informieren sie über die Bedingungen.

DIE WIRTSCHAFT: Wer kann dieses Angebot in Anspruch nehmen?

Benjamin Springub: Alle Unternehmen, die sich beim Thema Digitalisierung helfen lassen wollen – unabhängig von der Größe. Es ist eine weit verbreitete Falschannahme, dass Förderprogramme nur für Start-ups und für KMUs gedacht sind. Ja, viele Programme sollen tatsächlich eher kleine Unternehmen unterstützen. Es gibt aber auch Programme für Großunternehmen – etwa solche, mit denen die Einrichtung einer E-Auto-Ladeinfrastruktur gefördert wird, oder solche, die die Forschungs- und Entwicklungsarbeit in Deutschland vorantreiben sollen.

DIE WIRTSCHAFT: Mit welchen Beträgen dürfen Unternehmen, denen eine Förderung bewilligt wird, denn eigentlich rechnen?

Benjamin Springub: Das hängt vom geplanten Investitionsumfang und vom Charakter des zu finanzierenden Projekts ab. Bei Projekten mit öffentlichem Charakter sind Kostenübernahmen von bis zu 100 Prozent möglich, bei Projekten mit nicht öffentlichem Charakter immerhin Kostenübernahmen von bis zu 70 Prozent. Wenn Sie einen konkreten Euro-Betrag hören möchten: Unternehmen mit weniger als 500 Beschäftigten können zum Beispiel im Rahmen des  Programms „Digital jetzt“ einen Zuschuss in Höhe von 100.000 EUR für die Anschaffung von Digitaltechnologien oder für die Weiterqualifizierung ihres Personals bekommen.

Dieser Beitrag erschien in der November Ausgabe von „Die Wirtschaft in Köln“.




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Schubkraft

Mit dem Programm „Schubkraft“ begleitet die Telekom Unternehmen dabei, relevante Förderprogramme von Bund und Ländern zu identifizieren und vermittelt Beratungsangebote, die bei der Vorbereitung der Förderanträge unterstützen. Ist die Förderung bewilligt, setzt die Telekom das jeweilige Digitalisierungsprojekt gemeinsam mit dem Unternehmen um.