Geld vom Staat?

23.05.2022 von Gabriele Kotulla-Münster
Geld vom Staat?

So profitiert der Mittelstand von Digitalisierungs-Förderungen

Warum der Mittelstand in Sachen Digitalisierung
auf Förderung setzen sollte

Corona-Wellen, Inflation und steigende Rohstoffpreise: Gerade jetzt sind Unternehmen gefordert, bestehende Prozesse zu überdenken. Der Mittelstand ist jedoch mit Investitionen in die Digitalisierung oft noch zögerlich. Dabei geht es hier darum, die eigene Zukunftsfähigkeit innovativ und nachhaltig zu gestalten. Und nicht zuletzt bieten neue Technologien oft auch eine Chance, dauerhaft Kosten einzusparen. Zusammenfassend gilt: Digitalisierung ist wichtig, um das eigene Unternehmen wettbewerbsfähig aufzustellen. Darin sind sich wohl sämtliche Geschäftsführungen einig. Doch lohnt es sich für mittelständische Betriebe überhaupt, sich durch das nahezu unüberschaubare Angebot von über 3000 Förderprogrammen zu arbeiten, um vielleicht den ein oder anderen Euro zu sparen? Die Antwort lautet ganz klar: Ja! Denn hier warten wertvolle Fördertöpfe für die unterschiedlichsten Investitionsvorhaben. Für digitale Business-Lösungen, Technologien und IT-Systeme gibt es eine Vielzahl staatlicher Zuschüsse. Bund und Länder übernehmen dabei bis zu 70 Prozent der Kosten. Bereits das Konjunkturpaket 2020 hat verschiedene Förderungen unter anderem für den Mittelstand allgemein, Fahrzeughersteller und deren Zulieferindustrie, aber auch im Bereich Mobilität, Klimaschutz und der Ladesäuleninfrastruktur auf den Weg gebracht. Darüber hinaus zeigt der Bundeshaushalt 2022, der voraussichtlich im Juni mit etwa 52 Milliarden Euro final beschlossen werden wird, dass es neben weiteren Maßnahmen eine Fortsetzung der Förderungen für die Digitalisierung kleiner und mittelständischer Unternehmen geben wird.

Auch wer auf Nachhaltigkeit setzt,
kann profitieren

Nachhaltigkeit ist nicht nur ein sinnvolles Ziel für Unternehmen, sondern künftig auch eine konkrete Vorgabe für den Mittelstand: Ab 2023 müssen Betriebe mit mehr als 250 Beschäftigten und 40 Millionen Euro Umsatz oder 20 Millionen Euro Bilanzsumme sowie alle an der Börse notierten Unternehmen Berichterstattungspflichten für Nachhaltigkeit erfüllen. Darüber hinaus kommen auf Firmen mit 1.000 Mitarbeitern und mehr demnächst neue Sorgfaltspflichten in Bezug auf Lieferketten zu, da das bestehende Gesetz aktuell durch die EU überarbeitet wird. Bei Verstößen droht ein Bußgeld. Und noch etwas gilt es zu beachten: Die Umsetzung gesetzlicher Vorgaben ist oft nicht mehr förderfähig – darum sollten Unternehmen rechtzeitig vorher aktiv werden. Außerdem verlangt auch der Markt immer mehr Engagement: 68 Prozent der deutschen Verbraucher beziehen Nachhaltigkeit als Entscheidungskriterium beim Einkauf ein und 65 Prozent der Menschen möchten in einer Organisation arbeiten, die soziale Verantwortung übernimmt.

Vor diesem Hintergrund legen viele Förderprogramme hierzulande ihren Fokus auf nachhaltige Digitalisierungsprojekte sowie Initiativen, die den Umweltschutz vorantreiben und damit helfen, die Klimaziele Deutschlands zu erreichen. Der Europäische Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) unterstützt beispielsweise mit 10,9 Milliarden Euro in Deutschland Regionen mit Entwicklungsrückständen und Strukturproblemen sowie unter anderem mittelständische Betriebe, die auf Innovationen und Digitalisierung setzen, um grüner, kohlenstoffärmer und widerstandsfähiger zu werden. Außerdem übernimmt das Förderprogramm „Bundesförderung für Energie und Ressourceneffizienz in der Wirtschaft“ 30 Prozent der förderfähigen Investitionskosten, wobei kleine und mittlere Unternehmen zusätzlich einen Bonus in Höhe von 10 Prozent erhalten. Hier werden insbesondere Maßnahmen gefördert, welche die Strom- oder Wärmeeffizienz deutlich erhöhen und damit zur Senkung des Energieverbrauchs beitragen. Dazu gehören beispielsweise Mess-, Steuer-und Regelungstechnik, Sensorik und Energiemanagement-Software.

Telekom Schubkraft hilft, die Digitalisierung
im Mittelstand mit Förderungen voranzutreiben

Wir wissen, dass insbesondere der Mittelstand häufig nicht über die notwendigen Ressourcen für große Digitalisierungsprojekte verfügt. Daher haben wir es uns mit „Schubkraft“ zur Aufgabe gemacht, unseren Kunden einen einfachen Überblick über die Fördermöglichkeiten zu bieten und gemeinsam mit ihnen zu prüfen, wie sich Investitionen sinnvoll einsetzen und durch Finanzhilfen von Bund und Ländern unterstützen lassen. Denn wir sehen, dass gerade mittelständische Unternehmen sich eher an ein Digitalisierungsprojekt wagen, wenn sie nicht die gesamten Kosten selbst stemmen müssen. Auf unseren Seiten finden Sie wertvolle Tipps zur Antragsstellung, alles Wissenswerte rund um die zahlreichen Förderprogramme sowie kostenfreie Beratungsangebote für Ihre individuelle Situation. Einen guten Überblick über die rund 3000 Förderprogramme inklusive Fördercheck liefert die kostenlose Telekom App „Meine Förderung“.


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Gabriele Kotulla-Münster
Gabriele Kotulla-Münster

Gabriele Kotulla-Münster ist Leiterin des Competence Center Förderung im Konzernprogramm Schubkraft bei der Deutschen Telekom.